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Etosha Pfanne

Die Etosha-Pfanne ist der Boden eines periodisch gefüllten Sees im Norden Namibias und Teil des Etosha-Nationalparks. Der Name Etosha hat seinen Ursprung in der Ovambo-Sprache und bedeutet so viel wie „großer weißer Platz“.

Es wird angenommen, dass vor 2-4 Millionen Jahren ein See gebildet wurde. In jüngerer Zeit, vor etwa 16.000 Jahren, floss der Kunene-Fluss durch dieses Gebiet und hatte den See gefüllt, bevor tektonische Bewegungen den Flusslauf in Richtung Atlantik veränderten.

Das führte zum langsamen Austrocknen des Sees bis schließlich eine Salzpfanne zurück blieb und eine rund 4800 km² Fläche hinterließ. Die maximale Breite der Fläche beträgt 120 Kilometer, die maximale Höhe 55 Kilometer.

Satellitenfoto der Etosha-Salzpfanne im Norden Namibias. Etosha Nationalpark
Satellitenfoto der Etosha Pfanne im Norden Namibias. Sie liegt im Etosha Nationalpark, welches wichtiges Naturschutzgebiet für viele Tiere ist. Foto: ESA

Heute speist nur der Ekuma-Fluss, der von links oben herabfließt, die Pfanne mit Wasser. Nur sehr wenig Wasser fließt tatsächlich ein, weil ein Großteil im Flussbett versickert.


Etosha Nationalpark

Die Etosha Pfanne ist die größte Salzpfanne Afrikas, sie nimmt etwa ein Viertel der Gesamtfläche des Etosha Nationalparks ein.

Die ersten europäischen Entdecker Sir Francis Galton und Charles Andersson gaben dem Ort seinen Namen.

Vorherrschend für diese Landschaft ist die ebene und trockene Geographie, Steppen und Savannen sind nur spärlich bewachsen.


Die Pfanne ist Teil des weiteren Etosha-Nationalparks und ein ausgewiesenes Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung.

Es ist der einzige bekannte Massenbrutplatz für Flamingos in Namibia, in dem während der Regenzeit bis zu eine Million Flamingos gleichzeitig auftreten, wenn Regenwasser in Teilen der Pfanne Pools bildet.

Aufgebaute Hügel aus Ton und Salz in der Pfanne ziehen auch Tiere an, die sie zum Salzlecken verwenden. Im Park sind Tiere wie Löwen, Elefanten, Leoparden und sogar schwarze Nashörner zu sehen.

Die geraden Linien, die im Bild zu sehen sind, sind Straßen, die Linie rechts im Bild zeigt die Grenze des geschützten Parks im Süden. Auf der Nordseite der Straße kann man landwirtschaftliche Strukturen erkennen.


Quellen:
https://www.etoshanationalpark.org/de/etosha-salztoneben
https://www.geo.de/reisen/reiseziele/3180-rtkl-reisetipps-namibia-entdecken
https://namibia.de/etosha-nationalpark/